28.04.2015, 14:21
Frühling heißt: Nix wie raus!

Frühling heißt: Nix wie raus!
Der Garten erweitert die Wohnfläche

Frühling ist nicht gleich Frühling: Nicht einmal was den Beginn der Jahreszeit angeht,
gibt es eine eindeutige Ansage. Der astronomische Frühlingsanfang ist am 1. März,
der kalendarische am 21. März und der phänologische, also der vom
Entwicklungsstand der Pflanzen abhängige, ist dreigeteilt: Der Vorfrühling liegt im
Zeitraum vom Blühbeginn der Schneeglöckchen und der Haselnuss bis zur Reife der
Salweidenkätzchen. Dann folgt der Erstfrühling (Forsythie, …) bis schließlich mit der
Blüte der Apfelbäume und des Flieders der Vollfrühling beginnt. So genau aber
wollen die meisten Gartenbesitzer es gar nicht wissen. Sie freuen sich, dass es
abends wieder spürbar länger hell ist, dass hin und wieder die Sonne schon
angenehme Wärme spendet, dass morgens wieder Vögel zwitschern … und dass der Garten mit den ersten Blüten aus dem Winterschlaf erwacht ist.

Fenster und Türen auf und …

… raus ins Freie! So schön es war, im Winter am Ofen zu sitzen, zu lesen und zu faulenzen, der Frühling lässt uns wieder aktiv werden. Mit den wärmenden
Sonnenstrahlen kommt auch das sogenannte Frühlingsgefühl. Die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichts regen unter anderem die Durchblutung, den Stoffwechsel
und den Hormonhaushalt an, der Frühling lässt sein blaues Band … Wir freuen uns
an den ersten Zwiebelblühern, am Austrieb der Sträucher und dem kraftvollen
Wachstum der Stauden. Die frische Luft vertreibt den Wintermuff und wir genießen
es, wenn die Terrassentür einmal offen stehen kann. Überhaupt die Terrasse: Das
erste Sonntagsfrühstück draußen im Garten ist herrlich! Sehr angenehm auch, dass
es nun abends wieder länger hell ist. Am frühen Abend noch einmal durch den
Garten zu schlendern und dem ersten Blütenduft nachzuspüren ist im besten Sinne
entspannend. Glücklich lauschen wir den Rufen der gen Süden ziehenden Kraniche
und Wildgänse: Es wird Frühling!

Gartenleben

Für Kinder bietet der Garten die Möglichkeit zu Sport und Spiel ohne die
Beschränkungen des Hauses. Kaum gibt es die ersten warmen Tage, wollen Kinder
am liebsten gleich kurze Hosen anziehen und barfuß laufen …Ob Sandkasten,
Versteckspiel, Fußball, Federball oder auch nur in den Himmel starren – all das ist im
Kinderzimmer nicht möglich. Aber auch für die Eltern ist der Garten eine
willkommene Erweiterung der Wohnfläche, denn jetzt wird das Leben immer mehr
nach draußen verlegt. Draußen feiern, draußen essen, draußen kochen, draußen
lesen, … das Draußen-Zimmer wird dabei immer komfortabler. Die entsprechenden
Möbel und Einrichtungen gehören heute zum Garten ebenso wie auch technische
Hilfsmittel, die die Gartenarbeit erleichtern. Mähroboter sorgen für stets gepflegte
Rasenflächen ohne Lärm oder Mühe zu machen. Auch automatische Bewässerung –
getrennt gesteuert je nach Bedarf für Rasen- und Beetflächen – ist inzwischen alles
andere als ungewöhnlich. Dafür spricht nicht zuletzt, dass die professionell geplanten
Systeme weniger Wasser verbrauchen als das herkömmliche Gießen. Für den
Einbau von neuen Techniksystemen sollten sich Gartenbesitzer an die
professionellen Landschaftsgärtner wenden, sie können die notwendigen
Installationen so verlegen, dass sie nicht auffallen oder stören und den Garten
optimal versorgen. Es bietet sich an, die Gartenbeleuchtung gleich mit zu planen und
die Stromleitungen in den gleichen Graben zu verlegen.

Appetit auf Gartenarbeit

Nicht zu vergessen sind die vielen Gartenbesitzer, denen es im Frühling wieder in
den Fingern juckt, weil sie im Garten arbeiten wollen: Da werden Laubreste von den
Beeten geharkt, erste Unkräuter gezupft, Äste geschreddert und vielleicht schon
Kräuter und Gemüsejungpflanzen gesetzt. Aber auch für die Aktiven unter den
Gartenbesitzern gibt es interessante Arbeitserleichterungen. „Vor allem ältere
Gartenbesitzer schwärmen heute vom Gärtnern in Hochbeeten. So müssen sie sich
nicht mehr bücken und können bequem alle notwendigen Arbeiten erledigen.
Außerdem wachsen die Pflanzen darin oft besser als im gewachsenen Boden“, so
Wolfgang Groß vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.
(BGL) in Bad-Honnef. Seit einigen Jahren ist ein Trend hin zur Kombination von Zier-
und Nutzgarten festzustellen. „Die Ernte aus diesen Flächen soll dabei nicht die
Familie ernähren, aber es ist für viele Gartenbesitzer reizvoll, mit Stolz die Produkte
der eigenen Gartenarbeit frisch auf dem Tisch zu genießen“, so der Experte. Weitere
Informationen unter www.mein-traumgarten.de .

BGL


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