23.08.2013, 08:20
Wasser ist Leben
Wasser ist Leben

Kluge Technik hilft sparen Wie wichtig Wasser ist, wird leider oft erst deutlich, wenn
es knapp wird. Wasser ist ein selbstverständlicher Teil
unseres Alltags und steht in unseren Breiten normalerweise
in ausreichender Menge zur Verfügung. Allein der Eindruck täuscht. England beispielsweise ist berühmt-berüchtigt für
seinen angeblich so häufigen Regen. Während es dort in
diesem Jahr im Juni und Juli relativ viel regnete, war das
Wasser im Frühjahr, nach einem sehr regenarmen Winter,
in einigen Regionen im Osten und Süden der Insel sehr
knapp. Deshalb waren die Grundwasserspeicher nicht
ausreichend gefüllt und ein „hosepipe ban“ musste ausgesprochen werden: Das Gießen der Gärten mit
hosepipes – Gartenschläuchen – war verboten. Glücklich
konnte sich schätzen, wer eine Tröpfchenbewässerung
im Garten hatte, denn die durfte wegen des sparsamen Wasserverbrauchs weiterhin zur Pflanzenbewässerung
benutzt werden.
Wasserverbrauch senken Auch in Deutschland kann Wasser knapp werden, wenn es längere Zeit warm ist und der Regen ausbleibt. In solchen Zeiten müssen die Pflanzen im Garten zusätzlich mit Wasser versorgt werden. Das Gießen mit Leitungswasser ist allerdings nicht billig: Sofern kein Gartenwasserzähler vorhanden ist, errechnen sich anhand des Wasserverbrauches auch die Abwassergebühren, selbst dann wenn das Wasser nicht in die Kanalisation fließt, sondern der Pflanzenversorgung dient oder im Gartenboden versickert. Wer Regenwasser aus einer Zisterne ver- wendet, kann über die Jahre viel Geld sparen. Falls sich kein guter und versteckt liegender Platz für einen Regenwassersammelbehälter finden lässt oder die Fläche dafür zu klein ist, ist eine unterirdische Zisterne eine gute Lösung. Idealerweise wird schon bei der Gartenplanung auf einen Platz für eine Zisterne geachtet. Sie lässt sich auch später einbauen, dann ist jedoch oft mehr Rücksicht auf bestehende Pflanzungen nötig. Wenn eine Terrasse neu angelegt wird, kann unter ihrer Grundfläche ein Sammelbehälter für Regenwasser eingebaut werden. So ist das Sammeln von Regenwasser möglich, ohne dass die Zisterne zu sehen ist.
Unabhängig dank ausgeklügelter Technik Eine Zisterne kann auch eine automatische Bewässerung speisen, die Zeit spart, weil nicht mehr mühsam von Hand bewässert werden muss. Der Bewässerungs- zeitpunkt lässt sich einstellen und Sensoren können den genauen Wasserbedarf ermitteln. Wenn die Pflanzen nicht mehr nach Augenmaß und Gefühl, sondern nach Bedarf mit Wasser versorgt werden, reduziert das unnötige Wassergaben. Darüber hinaus macht eine Bewässerungsautomatik unabhängig: Sie sorgt dafür, dass das Wasser dann gegeben wird, wenn es am besten ist, selbst wenn das mitten in der Nacht sein sollte. Tatsächlich ist es sinnvoll, am frühen Morgen zwischen zwei und vier Uhr zu gießen, denn dann ist die Verdunstung am geringsten. Wird eine Tröpfchenbewässerung verwendet, lassen sich Wasserverluste als Folge von Verdunstung oder Abdrift stark verringern, denn das Wasser wird ganz nah an die Wurzeln der Pflanze gebracht. Die Schläuche können so zwischen den Pflanzen verlegt werden, dass sie kaum zu sehen oder sogar mit Erde bedeckt sind.

Bewässerungselemente gut aufeinander abstimmen Wichtig ist, dass die ganze Bewässerungstechnik gut zusammenpasst und sich auch am unterschiedlichen Wasserbedarf der verschiedenen Pflanzen orientiert. Die Experten aus dem Garten- und Landschaftsbau sorgen dafür, dass das jeweils für eine bestimmte Gartensituation am besten geeignete Bewässerungssystem ausgewählt wird und dass alle Elemente gut aufeinander abgestimmt sind. Für den Rasen zum Beispiel sind versenkbare Regner ideal. Sie müssen nicht umgestellt werden, denn sie lassen sich so verteilen, dass alle Bereiche gut mit Wasser versorgt werden. Die Regner stören auch nicht: Nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben, verschwinden sie wieder im Boden und der Rasen ist frei von Stolperfallen. Die Landschaftsgärtner berücksichtigen auch individuelle Unterschiede, denn nicht nur der Wasserbedarf der Pflanzen variiert, auch die Bodenart spielt bei der Versorgung mit Wasser eine Rolle: Während es bei schwerem Boden schnell zu Staunässe kommen kann, hält ein leichter Sandboden nur wenig Wasser und trocknet schnell aus. Von moderner und effizienter Technik profitieren somit auch die Pflanzen, denn sie werden optimal mit dem kostbaren Nass versorgt.
BGL/PdM

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