14.03.2012, 13:59
Wenn (Garten)Wünsche wahr werden
Gärten in der Stadt – Fantasievoll und gepflegt

Besonders in Städten ist der Wunsch nach Erholungsraum
unter freiem Himmel groß. Viele Hausbesitzer wünschen
sich rund um die eigenen vier Wände eine grüne Oase.
Doch die Realität sieht oft anders aus: ungepflegte
Rasenflächen zwischen Wohnhäusern, Hecken, die kaum
mehr Licht durchlassen, eine moosbewachsene Bank unter
einem einsamen kleinen Baum erinnert nur noch daran,
dass man sich früher hier einmal gerne hingesetzt hat.

Ein wichtiger Unterschied zu ländlichen Regionen ist, dass
Stadtgrundstücke meist deutlich weniger Platz für den
Garten bieten. Dabei kommt es bekanntlich nicht auf die
Größe an: Jedes Grundstück hat das Potenzial zur grünen
Nutzung – vorausgesetzt, es wird entsprechend gestaltet.
Das stellt manche Grundstücksbesitzer vor eine schwierige
Aufgabe. Trotz der Lektüre von Gartenfachbüchern lassen
sich die vielen schönen Ideen nicht so einfach umsetzen.
Es geht auch anders: Mit Hilfe eines Experten für Garten und
Landschaft kommen Gartenbesitzer dem individuellen
Traumgarten schon ziemlich nah! Landschaftsgärtner erkennen Gestaltungsfreiräume und die
Möglichkeiten des Standortes, sie beraten umfassend und sorgen dafür, dass der
Garten optimal zur Grundstücksgröße, zum jeweiligen Haustyp und vor allem zu
seinen Besitzern und deren Erwartungen passt. Mit gärtnerischem Sachverstand,
cleveren Lösungen und der entsprechenden technischen Ausrüstung lassen
sich viele Ideen realisieren und jede – manchmal noch so kleine – Freifläche
ideal nutzbar machen. „Auf ungenutzten Flächen zwischen Wohnblöcken,
kleinen Grundstücken, Dachterrassen, selbst in zugepflasterten Hinterhöfen
können grüne Oasen und Freiluftlebensräume entstehen“, erläutert August
Forster, Landschaftsgärtner aus Bonn. „Wir Landschaftsgärtner können mit
unserem Fachwissen und entsprechender Technik Traumgärten schaffen, wo
vorher Ödnis herrschte.“

Gestalten mit Fantasie

Der attraktiven Gestaltung eines Stadtgartens geht stets eine individuelle
Planung voraus. Vor allem gilt es, die örtlichen Gegebenheiten mit den
Vorstellungen und Wünschen der Besitzer in Einklang zu bringen. Ist neben der
Sitzecke noch Platz für ein kleines Feuchtbiotop oder ein kindgerechtes Beet für
die kleinen Bewohner? Oder sind Senioren im Haus, für die stufenfreie Wege
notwendig sind? Welche Bäume, Sträucher, Pflanzen kommen in Frage, welche
Gartenelemente und Materialien harmonieren mit der Umgebung: Holz, Metall,
Stein? Die Kunst des Landschaftsgärtners ist es, auf jede dieser Fragen eine
passende Antwort zu finden, damit die Gartenbesitzer ihre grüne Oase auch als
optimale Erweiterung des Wohnraums genießen können. Gerade bei kleinen
Stadtgärten stellt sich die Frage nach der geschickten Camouflage der
Mülltonnen, die zum Beispiel hinter einer schmalen grünen oder blühenden
Hecke verschwinden. Auch ein überdachter und berankter Fahrradabstellplatz
sollte Teil der pfiffigen Gartengestaltung sein, damit die Räder nicht mehr
umständlich in den Keller getragen werden müssen.

Aufs Dach gestiegen

Dort, wo dicht an dicht gebaut wird, können in den sehr begehrten oberen
Etagen traumhafte Dachgärten und großzügige Terrassen entstehen. In luftiger
Höhe über dem Lärm und der Betriebsamkeit der Stadt lässt sich‘s aushalten.
Dabei liefern Dachgärten zusätzlich zum Erholungswert für die Bewohner auch
einen ökologischen Nutzwert, Umweltschutz im Kleinen sozusagen. Das
Regenwasser wird vom Dachsubstrat aufgenommen und gespeichert und
entlastet damit das Abwassernetz der Stadt. Außerdem sorgt die Verdunstung
des Wassers für Kühlung und nicht zuletzt bietet der Garten auf dem Dach
wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna. Abhängig von der Statik des
Hauses lassen sich sogar kleine Bäume in Kübel anpflanzen. Wer sich unsicher
ist, welche Pflanzen aufs Dach dürfen, der fragt am besten den Experten für
Garten und Landschaft um Rat und schon bald kann man mit dem Kopf in den
Wolken die Füße entspannt in der grünen Idylle ausstrecken.

BGL


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