08.12.2010, 10:12
Thema November 2010
Mein Hausbaum – 
Der richtige Begleiter für den eigenen Garten

Den richtigen Baum für den eigenen Garten zu finden ist
gar nicht so einfach! Man sollte sich genau überlegen,
welches Gehölz man hier pflanzt, denn der Hausbaum hat
schließlich einen präsenten Platz im Garten und lässt sich
nicht so leicht austauschen wie beispielsweise Stauden
oder Sträucher. Er sollte die Hausbewohner viele Jahre
begleiten, ihnen Freude bereiten und möglichst das
ganze Jahr über gut aussehen.
Der richtige Baum sollte dem Platzangebot angepasst
und bei kleineren Grundstücken nicht zu wuchsstark sein,
damit er auch nach Jahren nicht zu groß für den Garten
wird. Der Abstand zum Haus und zu anderen Gehölzen
muss ausreichend groß sein, damit der Baum auch im Alter
nicht mit seinen kleineren Nachbarn um Licht und Nährstoffe
konkurrieren muss oder mit seiner ausgewachsenen Krone
die Wohnräume übermäßig beschattet. Auch der
vorgeschriebene Grenzabstand zum Nachbargrundstück muss
berücksichtigt werden. Er kann von Bundesland zu Bundesland
etwas variieren. Ein Mindestabstand zu gepflasterten
Sitzplätzen und den auf dem Grundstück verlegten Leitungen
ist ebenfalls wichtig. Bei der Pflanzung des Baumes hilft
am besten der Profi: der Landschaftsgärtner.

Wuchsform und Herbstschmuck
Häufig ist die Blüte das erste Kriterium, nach dem man einen Baum
aussucht. Doch neben dekorativen Blüten gibt es auch andere
schöne Details, die einen charaktervollen Hausbaum ausmachen, der
rund ums Jahr interessant aussieht. So sind beispielsweise die
Wirkung im Herbst und die Wuchsform sehr wichtig bei der Auswahl.
Soll der Baum der Wahl möglichst eine runde und kompakte Krone
haben und nicht zu ausladend werden, dann kommen Kugel-Ahorn
(Acer platanoides ‘Globosum‘) oder Kugel-Robinie (Robinia
pseudoacacia ‘Umbraculifera‘) in Frage. Sie lassen sich, genau wie
der Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides ‘Nana‘), auch im
Alter noch gut zurückschneiden und bleiben so dauerhaft kompakt,
schön kugelig rund und dicht.
Die Krone des Kugel-Amberbaums (Liquidambar ‘Gum Ball‘) bleibt
ebenfalls klein und kompakt. Das Laub dieses Baums ist nicht nur
schön geformt, sondern färbt sich im Herbst auch auffallend orange
und rot. Mit orangegelber Herbstfärbung und dekorativen roten
Früchten beeindrucken Eberesche (Sorbus aucuparia) und Weißdorn
(Crataegus x lavallei ‘Carrierei‘). Die Tulpen-Magnolie (Magnolia
soulangeana) ist ein Highlight im Frühlingsgarten. Sie hat unzählige
große, rosaweiße Blüten, die bereits vor dem Laubaustrieb
erscheinen. Gute zehn Meter hoch wird die trichterförmig wachsende
Zierkirsche (Prunus serrulata ‘Kanzan‘), die im Frühling wunderschön
und üppig rosa blüht.
Wer gerne einen Obstbaum im Garten hätte, für den kommt zum
Beispiel ein klassischer Apfel- oder Birnbaum in Frage. Erntefreuden
beschert nach einigen Jahren Standzeit auch die Walnuss (Juglans
regia). Der Zierapfel (Malus Sorten) trägt kleine Miniaturäpfel, die im
Herbst sehr dekorativ aussehen. Sie eignen sich zum Beispiel für
leckere Gelees und Säfte, aber sie sind zum Pflücken eigentlich viel
zu schön. Der kleine Baum blüht im Frühjahr, je nach Sorte,
wunderschön weiß oder rosarot. Einige Zierapfelbäume färben ihr
Laub im Herbst goldgelb bis orange. Bei Frucht- und Obstgehölzen
sollte berücksichtigt werden, dass herabfallende Blüten und Früchte
möglicherweise nahegelegenes Pflaster verfärben können.

Wer seine Wahl getroffen hat, der kann gleich im Herbst noch
pflanzen oder pflanzen lassen. Denn jetzt ist die beste Zeit, um im
Garten Neues einzusetzen. Die Bedingungen im Boden sind nun ideal,
sodass die ersten neuen Wurzeln noch vor dem Winter beginnen,
den Baum im Boden zu verankern. BGL/PdM


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